28.4.2017 Landkreis Unterallgäu. Das Qualitätssiegel „Bildungsregion“ hat der Landkreis bereits erhalten. Nun geht es unter anderem darum, die dafür entwickelten Projekte weiter umzusetzen.

Einen Überblick über den aktuellen Stand gab Saskia Nitsche den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses. Nitsche ist Koordinatorin der Bildungsregion Memmingen-Unterallgäu und soll das auch bleiben: Der Ausschuss sprach sich für eine Fortführung der Koordinationsstelle aus.

Wie Nitsche berichtete, wurden im Zuge der Bewerbung um das Siegel 14 Projekte formuliert. „Alle sollen umgesetzt und dauerhaft installiert werden“, sagte die Koordinatorin. Allerdings seien fünf „Leuchtturmprojekte“ herausgegriffen worden, die zuerst realisiert werden.

Diese stellte Nitsche kurz vor: Um die Beratung über die Schullaufbahn zu verbessern, soll die Kooperation der Beratungskräfte an den Schulen durch regelmäßige Treffen intensiviert werden. Außerdem finde demnächst eine erste Informationsveranstaltung statt, bei der es darum gehen soll, wie die schulartübergreifende Zusammenarbeit zum Beispiel durch gemeinsame Projekte gefördert werden kann.

Zur Intervention von Krisen bei Kindern seien flächendeckende Fortbildungen für Fachkräfte in Kindertagesstätten und Schulen sowie ein Leitfaden geplant. Zur Stärkung und Sicherung ehrenamtlichen Engagements seien Fachvorträge und Workshops vorgesehen. Darüber hinaus gebe es erste Ansätze, wie Auszubildende auch aus weniger zentral gelegenen Orten ihre Ausbildungsbetriebe besser erreichen können.

Die Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ wurde 2012 vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ins Leben gerufen. In einer Bildungsregion arbeiten die Schulen, die Kommunen, die Jugendhilfe, die Arbeitsverwaltung, die Wirtschaft und weitere außerschulische Organisationen zusammen, um die Bildungsqualität in der Region zu verbessern.

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