12.12.2020. „Die Lage ist bitterernst“, mahnt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Am Sonntag beraten ab 10 Uhr Bund und Länder die weiteren Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Dass der harte Lockdown kommen wird, zeichnet sich seit Wochen ab – nach Weihnachten, das war sicher. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen gerieten die Lockerungen über Weihnachten ins Wanken, der 20.12. wurde als Termin ins Spiel gebracht.

Mittlerweile ist die Lage derart brisant, dass Montag, 14.12.2020, als Lockdown-Termin gehandelt wird.

29.875 Neuinfektionen, 598 Todesfälle, laut Robert-Koch-Institut am Freitag, lassen nur noch wenig Handlungsspielraum zu – und das im Endspurt des Weihnachtsgeschäftes.

Im Falle eines harten Lockdowns werden, zunächst bis 10.1.2021 befristet, Schulen und Einzelhandel (außer Läden, die für den Lebenserhalt notwendig sind) geschlossen. Nächtliche Ausgangssperren und Alkoholverbot außerhalb der eigenen Wohnung dürften ebenso beschlossen werden.

Betriebe sind heute schon eindringlich aufgefordert, Betriebsferien einzuführen, bzw. auszuweiten.

Beherbergungsbetriebe (Ausnahme Geschäftsreisen), Gastronomie (Ausnahme „ToGo“) und Freizeiteinrichtungen bleiben weiterhin geschlossen.

Die Schließung des Einzelhandels bedarf eines bundeseinheitlichen Beschlusses, um Ausgleichszahlungen nicht auf die Länder abzuwälzen.

Der 10.1.2021 gilt als Richtwert, um die Lage erneut bewerten zu können. Experten sehen eine Entspannung der Lage frühstens zu Ostern.