7.4.2017 Oberstaufen/Oberallgäu. Fast 1,4 Mio. Gästeübernachtungen bei wenig mehr als 7000 Einwohnern: In Oberstaufen hat Tourismus eine so starke wirtschaftliche Bedeutung wie in kaum einem anderen Ort in Bayern.

Dem trägt die Allgäuer Gemeinde künftig durch eine Bündelung ihrer touristischen Dienstleistungen und Marketingaktivitäten in einem kommunalen Eigenbetrieb Rechnung. Als dessen Leiter konnten Bürgermeister Martin Beckel und der Gemeinderat einen deutschlandweit ausgewiesenen Experten nach Oberstaufen holen:Christopher Krull, den Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH in Freiburg.

Seit 2002 hat dieser die mit 11.100 km² und mehr als 21 Mio. Übernachtungen im Jahr
größte Ferienregion Deutschlands aufgebaut.

Bürgermeister Martin Beckel: „Wir sind stolz darauf, mit Christopher Krull einen der
renommiertesten und erfolgreichsten Touristiker für die neue Aufgabe gewonnen zu
haben.“ Gemeinderat und Tourismusausschuss hatten sich einstimmig für den 55-jährigen
Schwarzwälder ausgesprochen. Um am 1. September 2017 in Oberstaufen antreten zu
können, hatte Krull am vergangenen Mittwoch im Schwarzwald um die Auflösung seines
bis Dezember 2018 laufenden Vertrages gebeten.

Der neue Tourismuschef soll die „Tourismusbetriebe Oberstaufen“ neu strukturieren und
zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Einheit formen. Beckel: „Christopher Krull soll im kommunalen Eigenbetrieb auch die touristische Infrastruktur wie Loipen, Rad- und
Wanderwege, Kurhaus und Festsaal verantworten und das Erlebnisbad Aquaria stärker in
das touristische Konzept einbinden. Zugleich wird er als Geschäftsführer der Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH OTM Vermarktung und Vertrieb ausbauen und als
Geschäftsführer des Deutschen Schrothverbandes die Schrothkur zukunftsfähig
positionieren.“

Krull freut sich auf die neue Aufgabe: „Nach 20 Jahren erfolgreicher Tourismusarbeit im Schwarzwald, davon 15 als Geschäftsführer der größten deutschen Ferienregion, möchte ich Tourismus noch einmal aus einer neuen Perspektive vorantreiben.“ Zugleich erhofft er sich, in Oberstaufen mehr Zeit für seine Frau und seinen weieinhalbjährigen Sohn zu haben. „Allein die riesigen Ausmaße des Schwarzwaldes und die weiten Distanzen erforderten bisher einen überaus hohen Zeitansatz für Gremienarbeit und Absprachen.“ Das Allgäu sei an Attraktivität dem Schwarzwald ebenbürtig. „Eine schönere neue Heimat für mich und meine Familie hätte ich mir nicht wünschen können“, ist Krull sich sicher.

Im Schwarzwald kann Krull auf eine einzigartige Erfolgsserie zurückblicken: Seit 2003 stiegen die Gästezahlen Jahr für Jahr kontinuierlich an. Die von Krull 2005 mit den
Verkehrsverbünden entwickelte „Konus-Gästekarte“ wurde mehrfach ausgezeichnet und
ist Vorbild für viele nachhaltige Mobilitätsprojekte in Tourismusregionen bis nach Asien geworden. Die „Schwarzwald-Card“ hat als eine der ersten Inclusive-Erlebniskarten für Urlauber neue Maßstäbe gesetzt und die unter Krulls Regie neu positionierte „Marke Schwarzwald – herz.erfrischend.echt.“ hat wesentlich dazu beigetragen, das einst verstaubte Image des Schwarzwaldes hin zu einer trendigen Ferienregion zu verändern.

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