31.12.2018 Oberstdorf. Das Resümee der Polizei für das diesjährige Auftaktspringen der Vierschanzentournee fällt durchwegs positiv aus. Zu größeren Sicherheitsstörungen kam es nicht.

Über 40.000 Besucher feiern friedlich

Rund 25.500 Zuschauer besuchten heute laut Veranstalter die ausverkaufte WM-Skisprungarena. Die Stimmung war sehr gut und so wurden vom feiernden Publikum bei trockener Witterung die teilnehmenden, internationalen Topathleten zu Höchstleistungen angefeuert. Über 40.000 Wintersportfans konnten an beiden Veranstaltungstagen verzeichnet werden.

Nur in sehr wenigen Fällen war ein Einschreiten der eingesetzten Polizeikräfte, welche sich hauptsächlich aus Beamtinnen und Beamten der Oberstdorfer Polizei, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, der Operativen Ergänzungsdienste und der Bundespolizei zusammensetzten, notwendig.

Ein 22-Jähriger schaffte es aufgrund seiner hochgradigen Alkoholisierung nicht mehr, vor Veranstaltungsbeginn ins Stadion zu kommen. Er scheiterte bereits am Einlass. Dem ausgesprochenen Platzverweis kam er nach.

In einem einzigen Fall musste am heutigen Auftaktspringen einer Person während des Springens ein Stadionverbot erteilt werden. Der 23-jährige Mann hatte im Stadion eingesetzten Polizisten „Sieg Heil“ zugerufen. Ihn erwartet nun eine Anzeige. Zudem wurde er postwendend aus der Arena verwiesen.

In einem anderen Fall wurde einem Besucher beim Verlassen des Stadions von bislang unbekanntem Täter der Geldbeutel entwendet. Die Ermittlungen laufen.

Verkehrsbeeinträchtigungen

Aufgrund der geringeren Kapazität des provisorischen Fußgängersteges über die Trettach kam es nach Veranstaltungsende zu einem temporären Rückstau der Veranstaltungsbesucher im Bereich der Roßbichlstraße. Um einen schnellen und gesicherten Abstrom der Besucher gewährleisten zu können, wurden die Fußgänger mittels Lautsprecherdurchsagen aufgefordert auch die angrenzenden Brücken zu verwenden.

Gleichzeitig mussten die Parkplätze der Nebelhornbahn und am Oybele kurzfristig gesperrt werden, um eine Trennung von Fußgängern und Kraftfahrzeugen gewährleisten zu können. Durch diese Lösung gelang es an beiden Veranstaltungstagen einen sicheren Abmarsch zu ermöglichen. Gleichzeitig beschränkten sich die Behinderungen am Samstag auf knapp 30 Minuten und am Sonntag auf eine knappe Stunde.

Bei der weiteren Abreise kam es zu geringen Stauungen auf der B19 zwischen Fischen und Oberstdorf. Erfreulicherweise trug eine Vielzahl von Besuchern zu einer deutlichen Verkehrsentlastung bei, indem sie die öffentlichen Verkehrsmittel zur An- und Abreise nutzten. Mehrere tausend Fans reisten mit der Bahn nach Oberstdorf und zurück.

Die Einsatzmaßnahmen sowohl in Bezug auf die Sicherheit im Stadion, als auch im Verkehrsbereich waren für die Polizei ein erneuter Testlauf für die anstehende Nordische Ski Weltmeisterschaft. Die Videoüberwachung besonders relevanter Örtlichkeiten hat sich erfolgreich bewährt. Die Zusammenarbeit zwischen dem Veranstalter, seinen vielen ehrenamtlichen Helfern und der Polizei verlief einvernehmlich und kooperativ.

Einsatzleiter Sven – Oliver Klinke: „Die gemeinsam mit dem Veranstalter und den Sicherheitsorganisationen und –behörden erarbeiteten Konzepte sind aufgegangen. Die diesjährigen Erfahrungen haben erneut deutlich belegt, dass im Hinblick auf die Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2021 tragfähige interdisziplinär abgestimmte Sicherheits- und Verkehrskonzepte unabdingbar sein werden. Insbesondere eine zentrale witterungsunabhängige Parkplatzlösung mit optimaler Anbindung an den ÖPNV ist dabei von elementarer Bedeutung.“

(PP Schwaben Süd/West, 30.12.2018, 20:45/ch)

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