28.4.2017 Landkreis Unterallgäu. Otto Gaschler hört als Leiter des Kreisjugendamts auf: Er tritt Ende Mai in die Freistellungsphase der Altersteilzeit ein. Seine Nachfolgerin ist Christine Keller, die bislang stellvertretende Jugendamtsleiterin war.

Landrat Hans-Joachim Weirather verabschiedete Gaschler in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit, die „sehr gewinnbringend und vertrauensvoll“ gewesen sei. Gaschler habe eine besonders angenehme Art und sei auch schwierige Themen immer mit Ruhe angegangen.

Auch der scheidende Jugendamtsleiter selbst dankte für die gute Zusammenarbeit – auch den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses. „Ich bin sehr gerne beim Jugendamt gewesen“, sagte er. Gaschler fing 1980 beim Kreisjugendamt am Landratsamt an und wurde 2009 dessen Leiter. Zuvor arbeitete der gebürtige Unterallgäuer als Rechtspfleger bei der Staatsanwaltschaft.

Weitere Themen aus dem Ausschuss in Kürze:

Schulleiterin Petra Eggert stellte das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) Mindelheim vor. Dort werden aktuell 134 Schüler in zwölf Klassen betreut. Dafür stehen 29 Lehrkräfte zur Verfügung.

Welche beruflichen Perspektiven Jugendliche mit Behinderungen oder Einschränkungen haben, darauf gingen Maria Natterer und Martin Klinger, Reha-Berater der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen ein. Für junge Menschen, die den Anforderungen einer betrieblichen Ausbildung etwa wegen einer Behinderung nicht gewachsen sind, sind die Reha-Abteilungen der Arbeitsagenturen zuständig. Diese fördern den Übergang in die Arbeitswelt mit verschiedenen Maßnahmen.

Damit das Unterallgäu bedarfsgerecht mit Kindertagesstätten, Hilfen zur Erziehung und Jugendarbeit versorgt ist, muss das Kreisjugendamt den Bedarf ermitteln und entsprechend planen. Dafür soll es nach dem Willen des Jugendhilfeausschusses künftig eine eigene Stelle geben. Die Halbtagesstelle für die Jugendhilfeplanung soll ab dem Jahr 2018 eingerichtet werden.

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