2.1.2019 Kempten im Allgäu. Seit mehreren Jahren gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit dem Umwelt- sowie dem Amt für Tiefbau und Verkehr der Stadt Kempten, die sich ihrer Verantwortung für Fledermäuse, Spatzen & Co. bewusst sind und ein gemeinsames Schutzkonzept erarbeitet haben.

„Die im Rahmen der Sanierung der König-Ludwig-Brücke umgesetzten Maßnahmen für Fledermäuse, Turmfalke und Dohle sind beispielhaft für den Artenschutz an Bauwerken“, freut sich Thomas Blodau, Kreisgruppenvorsitzender des LBV Kempten-Oberallgäu. „Wir konnten uns schon in der Planungsphase mit unseren Ideen einbringen. So bleiben umständliche Nachbesserungen aus und alles fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Dazu zählt das sicherlich rekordverdächtige Fledermausbrett mit insgesamt zweimal 120 Metern Länge. Die Gesamtinvestition für diese Maßnahmen betragen rund 30.000 Euro.“

Die Fortführung der erfolgreichen Maßnahmen für die sogenannten Gebäudebrüter steht beim LBV, sowie den Amtsleitern Tiefbau und Verkehr Markus Wiedemann und Volker Reichle beim Kemptener Umweltamt auch weiterhin im Fokus.

Als weiteres positives Beispiel für die gute Kooperation zwischen der Stadt Kempten und dem LBV können auch die Maßnahmen für bedrohte Vogelarten beim Neubau der Nordspange genannt werden. Vorhandene Quartiere wurden hier nach Möglichkeit erhalten oder ein auch gesetzlich festgeschriebener Ausgleich geschaffen. Wo es sinnvoll und möglich ist, werden durch Nisthilfen oder bauliche Maßnahmen auch neue Unterkünfte angeboten, die meist schnell bezogen werden.

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