Mittwoch, 17. März 2021
15:00

12.3.2021 Kempten im Allgäu. Die Schuleinschreibung an allen Grundschulen in Kempten für das Schuljahr 2021/2022 findet am Mittwoch, 17. März, von 15 bis 19 Uhr statt. Die Anmeldung wird unter corona-konformen Bedingungen durchgeführt. Für die Schuleinschreibung sind einige Regelungen zu beachten.

Aufgrund der aktuellen Situation werden die Erziehungsberechtigten gebeten, sich bezüglich des konkreten Anmeldeverfahrens durch aktuelle Presseveröffentlichungen und über das Internet auf dem Laufenden zu halten.

Folgende Regelungen sind grundsätzlich zu beachten:

Mit Beginn des Schuljahres werden alle Kinder schulpflichtig, die bis zum 30. September sechs Jahre alt werden oder bereits einmal von der Aufnahme in die Grundschule zurückgestellt wurden.

Auf Antrag der Erziehungsberechtigten wird ein Kind, das in den Monaten Oktober, November, Dezember geboren wurde, schulpflichtig, wenn zu erwarten ist, dass das Kind voraussichtlich mit Erfolg am Unterricht teilnehmen kann.

Bei Kindern, die nach dem 31. Dezember sechs Jahre alt werden, ist zusätzliche Voraussetzung für die Aufnahme in die Grundschule, dass in einem schulpsychologischen Gutachten die Schulfähigkeit bestätigt wird.

Ein Kind, das am 30. September mindestens sechs Jahre alt ist, kann für ein Schuljahr von der Aufnahme in die Grundschule zurückgestellt werden. Die Entscheidung, ob die Rücktrittsmöglichkeit wahrgenommen wird, soll möglichst zeitnah zum Termin der Schuleinschreibung im April getroffen werden, damit sie dem tatsächlichen Entwicklungsstand des Kindes gerecht wird. Die Eltern erhalten von den Schulen ein eigenes Informationsschreiben.

Für Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden, wurde – beginnend ab Schuljahr 2019/2020 – ein sog. Einschulungskorridor eingeführt. Die Eltern entscheiden nach Beratung und Empfehlung durch die Schulen frei, ob ihr Kind zum kommenden Schuljahr oder erst ein Jahr später eingeschult wird. Erziehungsberechtigte, die von dieser Neuregelung Gebrauch machen wollen, werden gebeten, sich vorab mit den zuständigen Grundschulen in Verbindung zu setzen.

Schulsprengel

Die Schulanfänger von 2021 sind in derjenigen Grundschule anzumelden, in deren Schulsprengel sie wohnen. Das gilt auch für die Kinder, die als Gastschüler eine andere Schule besuchen sollen, aber hierfür noch keine Zusage haben. Über die Anträge auf Befreiung von der Schulsprengelpflicht wird vom Jugend-, Schul- und Sozialreferat erst zu einem späteren Zeitpunkt, aber noch vor Beginn des neuen Schuljahres entschieden. In aller Regel ist die der Wohnung nächstgelegene Grundschule für die Schulanmeldung zuständig. Schulanfänger bei Privatschulen sind bei den Privatschulen anzumelden.

Schulanmeldung

Die Schulanmeldungen sollen nach Möglichkeit die Eltern selbst vornehmen und dabei den Schulneuling mitbringen. Andere erwachsene Personen können von den Erziehungsberechtigten mit der Einschreibung beauftragt werden. Wichtig ist, dass der Anmeldende Auskünfte über das Kind geben kann, zum Beispiel zu überstandenen Krankheiten, über möglicherweise vorliegende Störungen beim Sehen, Sprechen, Hören oder über andere Besonderheiten.

Für die Einschreibung ist nur noch die Vorlage einer Geburtsurkunde oder des Familienstammbuches notwendig. Impfscheine müssen nicht mehr beigebracht werden. Dieses Jahr konnten nur eingeschränkt Schuleingangsuntersuchungen durch das Gesundheitsamt stattfinden. Alternativ kann daher statt der Bestätigung des Gesundheitsamtes auch eine Bestätigung über die durchgeführte U 9 vorgelegt werden.

Antragsschüler

Es müssen auch diejenigen Sechsjährigen angemeldet werden, die sich zur Zeit nicht im Elternhaus aufhalten (zum Beispiel bei Krankenhausaufenthalten). Gleiches gilt für Kinder, die offensichtlich noch wenig zur Einschreibung geeignet sind oder unter erkennbaren Behinderungen leiden, sodass die Eltern selbst eine Zurückstellung wünschen.

Die aufnehmende Schule wird jeden sogenannten „Antragsschüler“ auf seine Schulreife überprüfen. Dadurch soll vermieden werden, dass ein Kind im September eingeschult wird und wenige Tage oder Wochen später zurückgestellt werden muss. Die Schule möchte ihren „ABC-Schützen“ solche Enttäuschungen ersparen.

Die Schulreifeuntersuchungen finden zu einem späteren Zeitpunkt statt, der von der jeweiligen Schulleitung festgelegt wird.

Sonderpädagogischer Förderbedarf

Die Anmeldung eines Kindes mit sonderpädagogischem Förderbedarf erfolgt an der Grundschule, wenn nicht auf Grund der Erkenntnisse einer vorschulischen Förderung (z.B. im Kindergarten, in der Schulvorbereitenden Einrichtung, durch die Mobile Sonderpädagogische Hilfe oder durch die Frühförderung) oder eines Screenings vor der Schulaufnahme ausschließlich eine Förderschule als Lernort in Frage kommt und die Eltern mit dem Lernort Förderschule einverstanden sind.

Vor der Aufnahme in eine Förderschule ist ein sonderpädagogisches Gutachten zu erstellen. Sonderpädagogischer Förderbedarf kann in den Bereichen Sehen, Hören, Sprache, körperliche und motorische Entwicklung, Lernen, geistige Entwicklung oder emotionale und soziale Entwicklung entstehen.

Als Bedingungen für die Aufnahme an die Grundschule gelten, dass die Grundschule (evtl. mit Unterstützung der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste) dem sonderpädagogischen Förderbedarf des Kindes entsprechen kann und dass eine aktive Teilnahme des Kindes am Unterricht der Grundschule möglich ist.