2.11.2020 Landkreis Ostallgäu. Bei der Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Ostallgäu hat Landrätin Zinnecker als Verbandsvorsitzende eine positive Bilanz über 2019 gezogen.

Die Ankünfte erreichten mit 1.451.670 Gästen und 4.699.338 Übernachtungen neue Höchstwerte. Besonderer Fokus bei den Aktivitäten lag auf der Weiterentwicklung des Erlebnisraums Schlosspark. Hierbei lag auf dem Ausbau des touristischen Netzwerkes, die Erarbeitung einer Kommunikationsleitlinie sowie die qualitative Entwicklung des Rad- und Wanderangebotes besonderes Augenmerk.

Die Anzahl der Ankünfte steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent (von 1.423.731auf 1.451.670). Die Übernachtungen verzeichneten im gleichen Zeitraum eine Steigerung um 2,1 Prozent (von 4.600.731 auf 4.699.338).

Auch die guten Buchungszahlen nach der ersten Corona-Welle im Sommer 2020 haben gezeigt, dass das gute Image des Allgäus und die ständigen Qualitätsverbesserungen ihre Wirkung nicht verfehlen.

„Die positive Tendenz in 2020, mit einer Saisonverlängerung bis in den November hinein, um die Verluste zum großen Teil auszugleichen, hat sich durch die aktuellen Entwicklungen schlagartig verändert“, sagte Landrätin Zinnecker.

Der Trend zu Kurzreisen setzt sich weiter fort. Erstmals ist jedoch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer nicht weiter gesunken, sondern im Vergleich zum Vorjahr von 3,23 auf 3,24 Tage leicht gestiegen.

Durch die Zunahme der Übernachtungskapazität von 26.408 auf 27.043 Betten waren diese 2019 mit 47,61 Prozent statistisch etwas schlechter ausgelastet (47,73 Prozent 2018).

Nachdem in einigen Bereichen des Landkreises die Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen, wurde im Tourismusforum 2019 das Thema Mobilität an erste Stelle gestellt und in mehreren Workshops die Grundlagen für einen Masterplan Mobilität Süd gelegt.

Im Februar 2020 folgte dann eine Entscheider-Konferenz zur Erarbeitung der wichtigen Mobilitätsbausteine für eine Grundlagenerhebung.

„Die Stärkung der Zusammenarbeit mit allen am Tourismus Beteiligten ist für die Entwicklung der Region wesentlich“, sagte Zinnecker.

Geschäftsführer Frei geht in den Ruhestand

Neben der quantitativen Tourismusentwicklung ist für den Verband die Steigerung der Qualität der Angebote von wesentlicher Bedeutung.

Grundlage dazu soll die neu erarbeitete „Tourismusstrategie für das Ostallgäu und den Erlebnisraum Schlosspark“ sein. Diese ist nicht nur auf den touristisch starken Süden ausgerichtet, sondern legt besonderes Augenmerk auf die zu entwickelnden Potenziale und Stärken des mittleren und nördlichen Landkreises.

Geschäftsführer Robert Frei wird Ende 2020 in den wohlverdienten Ruhestand gehen und seinen Posten an den Nachfolger Sebastian Gries übergeben.

„Gerade während und nach Corona sind ein koordiniertes Vorgehen und die Unterstützung untereinander besonders wichtig. Mit dem neuen Geschäftsführer sind wir sicher, dass wir die in den Vorjahren gemeinsam geschaffenen Grundlagen weiterentwickeln und auf allen Ebenen umsetzen werden“, sagte Zinnecker zur Strategie für die Zukunft.

Dies wird sie gemeinsam mit dem neu gewählten Vorstand (siehe unten), allen 31 Mitgliedsgemeinden und den vielen weiteren touristischen Vertretern anstreben.

Der neue Vorstand

Vorsitzende: Landrätin Maria Rita Zinnecker (stand nicht zur Wahl, ist lt. Satzung Kraft Amtes Vorsitzende)

Zweiter Vorsitzender: Stefan Rinke, Bürgermeister von Schwangau

Beisitzer: Stefan Fredlmeier FTM Füssens / Alfons Haf Bürgermeister Pfronten / Werner Moll Bürgermeister Lechbruck/ Pirmin Joas Bürgermeister Nesselwang/ Thomas Pihusch Bürgermeister Roßhaupten / Dr. Wolfgang Hell Bürgermeister Marktoberdorf

Aussicht von Reinhardsried im Ostallgäu