5.4.2017 Landkreis Unterallgäu. 14 Wochen haben Schüler pro Jahr frei. Nur sechs Wochen sind es dagegen bei den meisten berufstätigen Eltern. Damit sind diese häufig mit einem Problem konfrontiert: Wohin mit dem Nachwuchs, wenn sie selbst keinen Urlaub haben und Oma oder Opa in den Ferien nicht einspringen können?

Im Unterallgäu können Eltern hier auf ein immer größeres Angebot zurückgreifen. „Die Kinderbetreuung in den Ferien wurde deutlich ausgebaut“, freuen sich Kreisjugendpflegerin Julia Veitenhansl und Manja Sailer, Fachberaterin für Kindertagesstätten am Unterallgäuer Landratsamt. „Die Gemeinden waren in den vergangenen Jahren sehr aktiv und es sind viele neue Angebote entstanden.“ Das hat eine Umfrage des Kreisjugendamts bei den Gemeinden gezeigt.

Inzwischen gebe es so gut wie überall im Landkreis Betreuungsmöglichkeiten in einem Teil der Ferien. Kleinere Gemeinden, die kein eigenes Betreuungsangebot haben, hätten sich mit anderen Gemeinden innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft oder mit einer größeren Nachbargemeinde zusammengeschlossen, so dass die Kinder dort einen Platz bekommen. Mittlerweile fast flächendeckend angeboten wird den beiden Fachfrauen zufolge die sogenannte verlässliche Ferienbetreuung, die besonders für berufstätige Eltern wichtig sei. Bei der verlässlichen Ferienbetreuung werden die Kinder mindestens eine Woche lang betreut – und zwar mindestens einen halben Tag lang zur gleichen Uhrzeit. In einigen Gemeinden findet die Ferienbetreuung auch im Kindergarten oder im Hort statt.

Darüber hinaus gibt es inzwischen in vielen Gemeinden örtliche Ferienprogramme, also Angebote an einzelnen Ferientagen. „Es ist toll für die Kinder, wenn gerade in den langen Sommerferien Abwechslung geboten ist und zum Beispiel ein Ausflug auf den Bauernhof, ein Probetraining im Sportverein, Bastelnachmittage oder eine Nachtwanderung angeboten werden“, sagt Julia Veitenhansl.

Die Ferienprogramme würden meist komplett von Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt – entweder von Einzelpersonen oder im Team. „Die Ehrenamtlichen stecken viel Zeit und Engagement in ein attraktives Ferienprogramm“, hebt die Kreisjugendpflegerin hervor und spricht den Organisatoren ein großes Lob aus. Der Einsatz lohne sich – nicht nur für die Kinder, sondern auch für Vereine, die Aktionen anbieten. „Für diese ist das eine gute Art der Nachwuchswerbung.“

Wer wissen möchte, welche Betreuungsangebote es in den Ferien gibt, kann sich bei der jeweiligen Gemeinde erkundigen. Informationen gibt es auch auf der Homepage des Landkreises unter www.unterallgaeu.de/kinderbetreuung

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