9.12.2013 Landkreis Unterallgäu. Was genau ist der Treibhauseffekt? Wie lange kann ich mit einer Kilowattstunde Strom fernsehen? Wie viel Strom frisst meine HiFi-Anlage, obwohl sie nur im Standby-Modus ist? Um solche Fragen drehte sich eine Schulung des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza!) für die Auszubildenden am Landratsamt Unterallgäu.

Felix Geyer, Bereichsleiter Energiemanagement bei eza, gab Tipps zum sparsamen Umgang mit Wärme, Strom und Wasser – auch im Berufsalltag. Die 15 jungen Leute in Ausbildung sollen ihr Wissen künftig in die Sachgebiete des Landratsamtes tragen.

Zunächst vermittelte der Experte grundlegendes Wissen. Energie werde zum Teil aus fossilen Energieträgern gewonnen, erklärte er. Diese stammen aus der Erde und bestehen vor allem aus Kohlenstoff. Bei der Energiegewinnung entsteht laut Geyer Kohlenstoffdioxid. Dieses Gas verhindert, dass die Strahlen der Sonne – nachdem sie von der Erde reflektiert wurden – die Atmosphäre wieder verlassen. Die Folge ist der Treibhauseffekt: Die Atmosphäre erwärmt sich.

Die jungen Leute erfuhren, dass bereits bei der Energiegewinnung viel Energie verloren geht. Wer also Energie spart, spart doppelt, weil auch keine Energie zur Energieerzeugung verbraucht wird.

Und er spart bares Geld: Zum Beispiel frisst eine HiFi-Anlage im Standby-Modus im Jahr Strom für rund 30 Euro. Geräte mit einer schaltbaren Steckdosenleiste vollständig vom Stromnetz zu trennen, lohne sich also, so der Experte.

Geyer gab auch Tipps, wie im Berufsalltag Strom gespart werden kann, zum Beispiel mit Multifunktionsgeräten: Wer Kopierer, Drucker, Scanner und Fax in einem hat, hat auch nur ein Gerät, das im Standby-Modus Strom verbraucht. Außerdem riet Geyer: Wer länger als fünf Minuten den Raum verlässt, sollte das Licht ausmachen. Vor Feierabend sollte der Mitarbeiter außerdem Monitor und Drucker ausschalten.

Heizkosten sparen könne man, indem man kurz alle Fenster aufmacht, statt lange ein Fenster zu kippen.

Schließlich durften die Auszubildenden noch selbst zum Thermometer greifen. Und sie stellten fest: Die Temperatur im Raum variiert – je nachdem an welcher Wand man misst. Die empfundene Temperatur wiederum setzt sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammen.