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14.8.2020 Memmingen. “Schon bei der Planung des diesjährigen Sommerferienprogrammes mit der erstmalig dreiwöchigen Ferienbetreuung wurde die Geschäftsstelle stark gefordert”, berichtet Stadtjugendring Geschäftsführer Andreas Thiel. Musste doch der Hygieneplan auf Abstand sowie maximal acht Personen gleichzeitig im Büro eingehalten werden.

50 Aktionen wurden liebevoll vorbereitet und sogar ein Käsen und Brotbacken nach Absage durch den Veranstalter selbst durch den Stadtjugendring organisiert. Mit zwanzig Kindern und dem Betreuerteam ging es mit dem Reisebus zum Zoo München.

Die Ferienbetreuung traf sich dank des Jugendhausleiters Alexander Mück unabhängig dort und wurde in den ersten beiden Wochen durch den stellvertretenden Jugendring Vorsitzenden Marcel Keller geleitet. Ausflüge in den Skyline Park, ins Ravensburger Spieleland und zum Baden wurden mit den Kleingruppen durchgeführt.

“Nächste Woche werden wir unter anderem ins Legoland und zum Baden nach Neusäß fahren”, plant Thiel. Sein besonderer Dank gilt den Verbänden, die trotz hoher Auflagen ihre Aktionen im Ferienprogramm durchgezogen haben. Auch ohne das 10-köpfige überwiegend ehrenamtliche Team des Stadtjugendringes, mit den Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle, wäre das Programm 2020 nicht umsetzbar gewesen.

Bis zum 4. September 2020 ist die Geschäftsstelle nach dem Ferienprogramm geschlossen. “Dann sind wir im wohlverdienten Urlaub”, so Thiel.

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11.8.2020 Memmingen. Schon seit vielen Jahren macht die Linken Politikerin und Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau im Allgäu Urlaub.

Bei ihrem Empfang im Memminger Rathaus erzählt sie, „dass ich nun seit fast 20 Jahren dabei am letzten Urlaubstag arbeite und Einladungen annehme, um mit den Kommunalpolitikern ins Gespräch zu kommen, ist für mich bereits schöne Tradition.“ Und die zurückliegenden Besuche in Memmingen seien ihr noch in guter Erinnerung.

Herzlich willkommen geheißen wurde sie im alten Sitzungssaal von Bürgermeisterin Margareta Böck und Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger. „Vielen Dank für Ihren Besuch hier.“ Auch wenn ihr Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf wohl sehr große Unterschied zu Memmingen und dem Allgäu aufweise, dass Pau sich um die sozialen Belange kümmere sei wichtig, betonte Margareta Böckh in ihrer Begrüßung.

Vor allem der Umstand, dass sich die Bundespolitikerin über viele Jahre den Respekt im Bundestag hart erarbeitet und erkämpft habe, verdiene große Achtung, erkannte Böckh an.

Petra Pau ist bereits seit 1998 Mitglied im Bundestag und seit 2006 Bundestagsvizepräsidentin, sie besuchte bei ihrem Rahmenprogramm zusammen mit Mitgliedern der Memminger Linken die Kramerzunft sowie den Info-Point zu den Freiheitsrechten am Weinmarkt. Besonders beeindruckt zeigte sie sich vom neu verabschiedeten Memminger Manifest:

„Das ist eine bemerkenswerte Erklärung, vor allem die Selbstverpflichtung zu mehr direkter Demokratie.“ Sie sei sehr interessiert daran, in fünf Jahren wieder zu kommen, um die Feierlichkeiten zu 500 Jahre „Zwölf Bauernartikel“ mitzuerleben.

Begleitet wurde die Bundestagsvizepräsidentin von Susanne Ferschl, MdB, und den überwiegend jungen Mitgliedern des Vorstands der Basisorganisation (BO) der Linken in Memmingen. Im Anschluss an den Empfang ging es weiter in die Stadthalle. Dort las die Politikerin aus ihrem Buch: “Gottlose Type: Meine unfrisierten Erinnerungen“.

Zum Empfang im Rathaus: (von links vorne) Bürgermeisterin Margareta Böckh, Vizepräsidentin des Bundestags und MdB Petra Pau, Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger, (hinten von links) stellvertretender Sprecher der Linken BO Memmingen Rolf Diefenthaler, Stadtrat Rupert Reisinger und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag MdB Susanne Ferschl. (Fotos: Manuela Frieß – Pressestelle der Stadt Memmingen)

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9.8.2020 Füssen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag konnten, wie auch schon in der vergangenen Nacht mehrere campierende Personen in den örtlichen Schutzgebieten festgestellt werden.

Unter anderem erhielten drei junge polnische Staatsbürger jeweils eine Anzeige, da sie im Uferbereich des Alpsees in Hohenschwangau im Wald ein Lagerfeuer entzündeten und im Begriff waren dort zu übernachten.

Hierbei wurde zudem bei einem der jungen Männer ein Messer sichergestellt, welches er nicht erlaubnisfrei führen durfte.

Für einen Urlauber aus Chemnitz wird die zu erwartende Geldstrafe noch einmal deutlich empfindlicher ausfallen, da er biwakierend im Halblechtal festgestellt werden konnte, welches sich im Naturschutzgebiet der Ammergauer Alpen befindet.

Abschließend wurden die Beamten der Polizei Füssen, fast schon gewohnheitsmäßig, auch am Hegratsrieder See fündig. Dort campierten mehrere Personen mit ihren Wohnmobilen.

(PI Füssen)

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2.8.2020 Wangen im Allgäu. Vor Kurzem hat der Jugendgemeinderat wieder zur regulären Arbeitssitzung nach der Corona-Schließung getroffen. Dabei bot sich die Gelegenheit, über Corona und die Folgen für diese jungen Menschen zu sprechen.

Die Bilanz im Gremium: Es ist nicht alles einfach, manche Träume sind zunächst geplatzt, aber man muss die Einschränkungen akzeptieren.

Auf die Frage, was der Gruppe am meisten fehlt, kommt als erstes die Antwort: „Es sind die Feste, vor allem das Kinderfest.“ Das, was Lucas Sterz dabei am meisten am meisten vermisst, ist die Begegnung mit den Freunden. Dennoch bewegen die Jugendlichen vor allem Themen wie Schule und Ausbildung.

Ganz offenkundig stellte das „Homeschooling“, der Fernunterricht also, Lehrkräfte und Schülerschaft vor ungeahnte Herausforderungen. So berichten Valerie Schrimpf und Christof Burkart von einem Server, der am Nachmittag oft völlig überlastet war, wenn alle Schülerinnen und Schüler auf ihn zugreifen wollten.

Der Fernunterricht habe nur bedingt funktioniert, weil die Lehrkräfte auf unterschiedlichen Wegen unterwegs gewesen sein – die einen per E-Mail, die anderen in der Cloud. Dabei sei oft nicht klar gewesen, was bis wann zu erledigen gewesen sei.

Doch auch die Funktion des Lehrers erhielt eine besondere Wertschätzung: „Es ist viel schwieriger, sich den Stoff selber zu erarbeiten, als wenn ein Lehrer oder eine Lehrerin das ihn erklärt“, sagt Valerie.

Aber auch der Neustart in der Schule sei nicht einfach gewesen, wie aus dem Kreis berichtet wurde. Es sei bis zur Klassenspaltung gegangen, weil eine Gruppe den Eindruck hatte, dass der anderen bessere Lehrer zugeteilt worden seien.

Ausbildungsplätze und Ferienjobs schwer zu bekommen

Paul Augustin und Lucas Sterz berichten von den Erfahrungen beim Wechsel in den Beruf. Es sei sehr schwierig gewesen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, weil viele Betriebe ihre Ausbildungskapazität herunterfuhren und man sich wegen des Lockdowns nicht bei den Unternehmen vorstellen konnte. „Beim Handwerk war das ein bisschen anders“, weiß Paul zu berichten.

Lucas machte die Erfahrung einer Reihe von Absagen im Bereich Elektrik, zweier Online-Vorstellungen und kann sich jetzt über einen Ausbildungsplatz als Mechatroniker freuen. Schwierig gestalte sich auch die Suche nach einem Ferienjob. Die Konkurrenz um ein geringeres Angebot sei groß, berichtet Alina.

Konflikte mit den Eltern

Die Erfahrungen im Lockdown bleiben auch sonst nicht ohne Folgen. In einem Fall wurde von verschärften Konflikten mit den Eltern berichtet. Nach draußen auszuweichen sei nicht möglich gewesen, weil man keine Freunde treffen sollte. Ein Ventil gab es also kaum.

Dazu wären Hobbys geeignet. Doch auch hier war viel Geduld und fester Wille gefragt, um die Veränderungen auszuhalten. Merle Hölzel hatte Hornunterricht online.

„Zuerst haben wir es über Whatsapp probiert, das war eine Katastrophe. Über Skype ging es besser, aber da kann der Lehrer ja auch nur hören und nicht auf andere Dinge achten“, sagt sie. Ihr Ensemble probt wie auch der Chor, in dem Bianca Buhmann mitsingt, auf Abstand – mit der Folge, dass man den Nachbarn nur schwer oder gar nicht hört.

Sportler mussten viel Eigeninitiative aufbringen, um sich fit zu halten für die Zeit nach dem Lockdown. Christof Burkart war deshalb viel draußen beim Joggen und Radfahren. Seit rund vier Wochen dürfe wieder trainiert werden.

Reiseträume sind geplatzt

Von geplatzten Träumen berichten Lina Hölzel und Valerie Schrimpf. Sie hatten lange gespart. Lina wollte für ein Jahr in die USA gehen.

Valerie hatte geplant, drei Wochen in den USA eine Sprachschule zu besuchen. „Ich habe mir das über lange Zeit zusammengespart“, sagt sie. Von der Firma gab es einen Gutschein, von dem sie nur hoffen kann, dass er später noch Bestand hat.

Auch Reisen mit der Familie mussten abgesagt werden: Eine Karibikrundreise, ein Aufenthalt in der Türkei über Pfingsten, und jetzt im Sommer die Besuche von Donika Komani und Aaliyah Fejza bei den Familien im Kosovo.

Auch eine Reise mit dem Wohnmobil über den Balkan nach Griechenland wird so nicht stattfinden können. Ein Grund ist das Thema Risikogebiet, ein anderes, dass Eltern keinen Urlaub mehr haben, weil sie ihn in Zeiten des Lockdowns aufbrauchen mussten.

Zeltlager wie bisher nicht möglich

Überhaupt die Ferien: Kilian Enderwitz berichtet von der Absage des KSJ-Zeltlagers, Christof Burkart meldet dasselbe für das Zeltlager des Jugendrotkreuzes.

„Wir hätten die Abstandsregeln in den Zelten wahrscheinlich ganz gut hinbekommen, aber beim Spielen ist das einfach nicht möglich“, bilanziert Kilian. Nur tagsüber findet das Zeltlager „Wildwuchs“ statt wie Lina erzählt.

Neue Möglichkeiten

Dennoch bleiben die jungen Leute gelassen. Es seien jetzt ja auch kleinere Aktivitäten mit Freunden möglich, sagt Kilian. Und es gebe auch andere Dinge zu tun.

Aaliyah hat das Longboardfahren für sich entdeckt. Merle findet, dass man in dieser Zeit auch mal was cooles Kochen könnte. Ähnlich sieht es Bianca, die aber auch noch einen ganz anderen Aspekt nennt:

„Für Leute, die kein konstantes Umfeld haben, ist der Umgang mit den Veränderungen sicher schwierig.“ Und dennoch ist sie – wie der Jugendgemeinderat insgesamt – fest davon überzeugt, dass es derzeit nur eine Möglichkeit gibt, schnell durch die Krise zu kommen: „Man muss sich an die Regeln halten.“

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1.8.2020 Immenstadt. Freitagnacht, gegen 23 Uhr, stellte eine Streife der PI Immenstadt einen 44-jährigen Mann auf dem Parkplatz Kirchsteige in Bühl am Alpsee fest.

Dieser fuhr, wie sich dann herausstellte, mit einem Leichtkraftrad mit Elektromotor auf dem dortigen Parkplatz.

Die Kontrolle ergab, dass für das Fahrzeug kein Versicherungsschutz bestand und es nicht zum Straßenverkehr zugelassen war.

Außerdem verfügte der Mann nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis. Laut Herstellerangaben fährt das Leichtkraftrad ca. 75 km/h.

Den Mann erwartet nun eine Strafanzeige, das Fahrzeug wurde beschlagnahmt.

(PI Immenstadt)

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)

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31.7.2020 Oberstdorf. Am Donnerstag kam es im Bereich der Polizeiinspektion Oberstdorf zu mehreren Verstößen gegen das Naturschutzgesetz.

Unzählige Urlauber aus anderen Bundesländern parkten ihre Pkw in der Nähe des Freibergsees, in Spielmannsau und Birgsau.

Das Parken im Landschaftsschutzgebiet ist nur mit Genehmigung durch das zuständige Ordnungsamt erlaubt. Die Fahrzeughalter erwarten nun entsprechende Bußgelder.

Am Abend wurde eine Personengruppe bei einem Lagerfeuer im Landschaftsschutzgebiet angetroffen. Die Gruppe führte Campingutensilien mit sich.

Das Feuer wurde sofort gelöscht und die sechsköpfige Gemeinschaft aus dem Landschaftsschutzgebiet verwiesen. Auch diese Verstöße werden mit Ordnungswidrigkeitenanzeigen geahndet.

(PI Oberstdorf)

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30.7.2020 Hohenschwangau. Ein 39-Jähriger und seine 33-jährige Lebensgefährtin kamen sich am späten Mittwochabend mehr als nur in die Haare.

Der 39-Jährigen verließ das Hotelzimmer nach einem Streit und fuhr ohne seine Lebensgefährtin davon. Nach einiger Zeit und einigen Anrufen der Frau bereute er seine Entscheidung und kehrte zu seiner Freundin zurück, um diese abzuholen.

Als die Frau bei ihm ins Auto stieg, eskalierte der Streit erneut, dabei schlug sie ihrem Freund mehrmals gegen den Kopf und biss ihm im weiteren Verlauf in den Finger.

Der Mann sah keine andere Möglichkeit, als seiner Freundin in die Nase zu beißen. Die Frau musste aufgrund ihrer Verletzungen zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus nach Füssen gebracht werden.

Der Mann packte seine Sachen und fuhr mit dem Zug nach Hause. Gegen beide Beteiligten wurde Anzeige wegen Körperverletzung aufgenommen.

(PI Füssen)

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)

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27.7.2020 Lindau (Bodensee). Der Bodensee und das Allgäu sind in jedem Jahr beliebte Urlaubsdestinationen und heuer aufgrund von Corona noch gefragter als sonst. Für die Gewerbetreibenden, die Hotellerie- und Gastronomiebetriebe ist dies gut, können diese nun einen Teil der Ausfälle während des Lockdowns kompensieren.

Es gibt jedoch auch eine Kehrseite der Medaille: „Geht man derzeit über die Lindauer Insel, so hat man den Eindruck, es gäbe kein Corona.“

Landrat Elmar Stegmann ist besorgt: „Hatten wir in den vergangenen Wochen lediglich Einzelfälle, so entwickeln sich derzeit leider wieder Infektionsgeschehen – in unseren Nachbarlandkreisen, aber auch bei uns.“

Parallel dazu häufen sich beim Landratsamt Lindau Beschwerden, weil die Schutzregeln in vielen Bereichen nicht oder nicht mehr konsequent eingehalten werden.

Das Landratsamt Lindau hat deshalb die betroffenen Gemeinden angeschrieben mit der Aufforderung, auf alle Gewerbetreibenden, Hotellerie- und Gastronomiebetriebe zuzugehen, an deren Verantwortungsbewusstsein zu appellieren und auch darauf hinzuweisen, dass vor dem aktuellen Infektionsgeschehen Bußgelder konsequent verhängt werden. In diesem Bereich beträgt das Bußgeld in der Regel 5.000 Euro.

„Der Kampf gegen das Virus ist noch nicht vorbei und die Schutz- und Hygieneregeln sind der Preis für die relative Normalität in unserem Leben“, erklärt Stegmann. Aber gerade diese Regeln werden oftmals nicht mehr konsequent eingehalten. Immer wieder werden insbesondere Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und zum Einhalten des vorgegebenen Mindestabstands von 1,5 Meter angezeigt, in Gaststätten werden vielerorts keine Personendaten mehr erfasst.

„Wir müssen gemeinsam mit allen Mitteln versuchen, ein erneutes Aufflammen oder sogar das Entstehen eines Hotspots im Landkreis Lindau zu verhindern“, wendet sich der Landrat an die Betreiber. „Sie müssen die Coronaregeln befolgen und dies auch von Ihren Kunden und Gästen verlangen!“

Landrat Elmar Stegmann befürchtet, dass ein zweiter Lockdown sogar noch härter ausfallen könnte als der bereits erlebte.

Da die Dunkelziffer nicht bekannt ist und wie viele Menschen erkrankt sind, ohne es zu merken, kann ein Infektionsgeschehen schnell eine Größe erreichen, die drastische Maßnahmen erfordert.

Die Konsequenzen auch für die Wirtschaft, das Gesundheitswesen und insbesondere für diejenigen, die besonderen Schutz brauchen, sind bekannt. Deshalb spricht Landrat Elmar Stegmann zu Beginn der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg einen eindringlichen Appell an die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis sowie an die Gäste: „Leichtsinn schadet uns und anderen. Lassen Sie uns wieder gemeinsam Verantwortung übernehmen, damit wir keinen weiteren Lockdown erleben müssen.“

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25.7.2020 Wangen im Allgäu. Wangens Oberbürgermeister Michael Lang wendet sich in einem Brief an die Wangenerinnen und Wangener. Lest den Brief im Wortlaut:

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in diesen Tagen spüren wir noch einmal auf besondere Weise, wie sehr das Corona-Virus unser Leben verändert hat. In einem anderen Jahr würden wir jetzt unser Kinder– und Heimatfest feiern mit Spielen, buntem Umzug, Speisen aus vielen Kulturen beim Altstadtfest, Blasmusik im Festzelt und fröhlichen Kindern beim Kinderfestlauf. Doch Großveranstaltungen können zumindest bis zum Herbst dieses Jahres nicht stattfinden. Das Miteinander, die Begegnung – auch mit unseren Freunden aus den Partnerstädten Prato und La Garenne-Colombes – vermissen wir sehr. Demnächst beginnt die Ferienzeit. Wir freuen uns auf die milden Sommertage und lauen Nächte, auch wenn in diesem Jahr alles anders ist als sonst.

Jetzt 91 bestätigte Corona-Fälle in Wangen

Bis heute wurden in unserer Stadt seit Beginn der Pandemie in Wangen am 6. März bei insgesamt 91 Personen Covid 19 festgestellt. Seit gestern haben wir auch wieder einen neuen bestätigten Fall in Wangen. Das zeigt auch: Es gibt für uns alle keine Entwarnung! Weltweit steigt die Zahl der Infizierten nach wie vor in einem dramatischen Ausmaß und liegt laut Weltgesundheitsorganisation WHO, Stand 23. Juli 2020, bei über 15 Millionen.

Vorsicht bei Reisen – vor allem ins Ausland

Durch die Reisetätigkeit jetzt im Sommer gibt es neue Risiken. Wir haben es in der Region in den vergangenen Tagen sehen müssen. Viele der Neuinfektionen der letzten Wochen hängen mit Reisenden zusammen, die in Risikogebieten waren. Deshalb ist auch die Einhaltung strikter Quarantäne hier besonders wichtig und gesetzlich vorgeschrieben. Wer dagegen verstößt, macht sich mögliche Folgen nicht klar. Wenn sich deshalb Menschen anstecken und dadurch Schaden entsteht, kann das teure zivilrechtliche und sogar strafrechtliche Folgen haben. Wer in den Urlaub gefahren ist, insbesondere an ein Ziel in Risikogebieten, sollte zumindest über eine Testung unmittelbar nach der Rückkehr nachdenken. Es gilt weiter vorsichtig zu sein – auch wenn es nicht leichtfällt!

Leere Altstadt bleibt hoffentlich ein Einzelfall

Vielleicht erinnern wir uns gerade jetzt noch einmal an die Zeit der Schließung. Obwohl sie viel weniger streng war als beispielsweise in Italien oder Spanien, lag dennoch das öffentliche Leben fast vollständig still. Die Innenstadt war auch bei schönstem Wetter an vielen Tagen so leer, wie ich dies noch nie gesehen habe. Ohne das Leben auf den Straßen fehlte der schönen Altstadt das geschäftige Treiben und die menschliche Wärme. Das wollen wir so nicht mehr wieder erleben!

Bedingungen bleiben schwierig

Inzwischen kommen wir in unserer „neuen Normalität“ des Jahres 2020 im weltweiten Vergleich ganz gut zurecht. Die Geschäfte und Betriebe sind wieder geöffnet. Die Gastrobranche lädt uns ein zum Besuch. Die Frequenz in der Stadt ist auch durch viele Gäste im Allgäu gut. Dennoch gibt es nach wie vor insbesondere für die Menschen im Verkauf und im Service schwierige Bedingungen.

Viele spüren wirtschaftliche Folgen der Pandemie

Für viele Wangenerinnen und Wangener sind die Folgen der Pandemie und der damit verbundenen Schließungen deutlich spürbar. Ganz schnell gab es in diesen Wochen für viele Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit.

Homeschooling als Standard

Die Kindergärten wurden geschlossen. Nur Notbetreuung fand noch statt. So waren die Kinder und Jugendlichen über Monate zuhause. „Homeschooling“ wurde zum neuen Standard. Das war für viele eine ganz große Herausforderung, schließlich sind ja Urlaubstage für berufstätige Eltern endlich. Ich möchte mich deshalb bei allen bedanken, die große Belastungen ausgehalten haben, um den familiären Verpflichtungen gerecht zu werden.

Vorbereitungen auf den schulischen Neustart

Von zuhause aus den schulischen Aufgaben nachzukommen, das war auch für alle Kinder eine neue Erfahrung. Viele Eltern berichten mir, wie schnell die Kinder in dieser Situation mental gewachsen sind. Derzeit bereiten sich die Schulen darauf vor, nach den Sommerferien den regulären Betrieb mit allen Schülerinnen und Schülern wieder aufzunehmen. Dies ist gar nicht so einfach, wenn man die Hygieneregeln weiter konsequent einhalten möchte. Und dies ist weiter von großer Bedeutung!

Auch mit Rücksicht auf Ärzte und Pflegekräfte in den Krankenhäusern und Pflegeheimen, die im Frühjahr unter teilweise extremen und – in Ermangelung von Schutzkleidung – selbstgefährdenden Bedingungen arbeiten mussten. Im Adler-Gelände wurde eine Fieberambulanz eingerichtet. Sie ist inzwischen wieder geschlossen, bleibt aber weiter aktivierbar.

Menschen sind vernünftig

Wir sind in Wangen mit Corona bisher ganz gut klargekommen. Ich durfte wieder einmal erleben, dass die Menschen in unserer Stadt sich vernünftig, gewissenhaft, solidarisch und menschlich verhalten. Dafür danke ich allen Bürgerinnen und Bürgern sehr!

Europa muss zusammenstehen

Weltweit gibt es durch die Pandemie massive wirtschaftliche Konsequenzen. Die Staatengemeinschaft in Europa stellt sich nach dem Kompromiss in dieser Woche den Folgen gemeinsam. Deutschland steht hier in einer besonderen Verantwortung. Die Not ist in vielen Ländern deutlich größer, als wir dies bisher bei uns wahrnehmen. Es gibt aber auch bei uns nach wie vor viele Branchen mit zum Teil vollständigem Stillstand. Gerade die Lebensbereiche rund um „Großveranstaltungen“ ruhen nach wie vor. So gut wie keine Auftritte für Künstler und Musiker. Keine Aufträge für Messebeschäftigte und Agenturen.

Stadt stellt sich auf schwierige Zeiten ein

Auch die Städte und Gemeinden sind durch den Rückgang der Steuereinnahmen massiv betroffen. Bund und Länder wollen hier mit Programmen stützen. Dennoch stellen wir uns darauf ein, dass uns in den Folgejahren große Beträge fehlen werden, die nicht aufgefangen werden können. Deshalb prüfen wir derzeit umfassend, wie wir die finanzielle Situation unserer Stadt für die nächsten Jahre nachhaltig verbessern können. Im Herbst werden wir die Vorschläge der Haushaltsstrukturkommission dem Gemeinderat zur Entscheidung vorlegen. Wir versuchen ein Paket zu schnüren, das alle Lebensbereiche in gleicher Weise erfasst. Wir stellen uns auf finanziell schwierige Jahre ein, wollen aber dennoch den aktuellen Aufgaben Rechnung tragen. Wir bereiten uns auf die Zeit nach Corona vor. Sie wird kommen!

Gute Ziele in der Region

Für Familien mit Kindern waren die letzten Monate wahrlich besonders schwierig. Ich hoffe, dass jetzt in der Ferienzeit besonders ihnen Tage möglich sind, um sich gemeinsam zu erholen. Viele bleiben in diesem Jahr daheim. Wir können uns glücklich schätzen, in einer lebenswerten Region mit vielen guten Zielen für Ausflüge zu wohnen. Berge, Seen oder auch das neu sanierte Freibad Stefanshöhe gehören dazu.

Ich wünsche Ihnen unbeschwerte und gesunde Urlaubstage!

Herzlichst!

Ihr Michael Lang

Oberbürgermeister“

OB Michael Lang (Quelle: Stadt Wangen im Allgäu)

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24.7.2020 Schwangau. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden Urlauber schlafend auf einem Parkplatz in Schwangau festgestellt werden.

Nachdem sich der Parkplatz in einem Landschaftsschutzgebiet befindet und dort zur Nachtzeit auch das Parken verboten ist, wurden sie geweckt und ein Platzverweis erteilt.

Sie erwartet nun eine Anzeige nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz.

(PI Füssen)

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)

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